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Corona-Kurzarbeit

Durch Kurzarbeit können durch Herabsetzung der Normalarbeitszeit die Arbeitskosten reduziert werden und gleichzeitig die Beschäftigten im Unternehmen gehalten werden. Der Antrag auf Kurzarbeit steht nun zur Verfügung. Der Antrag kann auch rückwirkend ab 1.3.2020 gestellt werden. Die Sozialversicherungsvereinbarung soll dann binnen 48 unterfertigt werden. Wichtig: wenn das AMS die Kurzarbeit fördert, kann während der Kurzarbeit kein Arbeitsverhältnis gekündigt werden, außer das AMS gibt seine Einwilligung.

 

Die Kurzarbeitsbeihilfe kann beim AMS mit einem Berechnungs-Tool ermittelt werden.

 

Vorgangsweise für die Anmeldung von Kurzarbeit:

  1. Informationen bei AMS oder WKO einholen (zB AMS)
  2. Gespräche mit dem Betriebsrat, wenn vorhanden sonst mit MitarbeiterInnen
  3. Formulare ausfüllen:
    Sozialpartnervereinbarung - Betriebsvereinbarung wenn Betriebsrat vorhanden, sonst Sozialpartnervereinbarung - Einzelvereinbarung
  4. Unterschriebene Formulare gleichzeitig an die Wirtschaftskammer (oder einen anderen kollektivvertragsfähigen
    Arbeitgeberverband) als auch an die zuständige(n) Gewerkschaft(en) senden
    Kurze schriftliche Begründung über wirtschaftliche Schwierigkeiten mit Verweis auf das Corona-Virus beilegen
  5. Wenn Zustimmung beider Sozialpartner erfolgt, dann:
  6. AMS-Antragsformular (Corona) ausfüllen

  7. Folgende Dokumente an die Landesgeschäftsstelle des AMS übermitteln (via eAMS-Konto oder per E-Mail):
    Kurze schriftliche Begründung über wirtschaftliche Schwierigkeiten mit Verweis auf das Corona-Virus
    Das AMS-Antragsformular
    Die Sozialpartnervereinbarung (dies können drei Dokumente sein: 1x Unterschrift Betriebsrat/Arbeitnehmer, 1x Unterschrift WKO, 1x Unterschrift Gewerkschaft)

    Sämtliche Kontaktdaten finden Sie in folgendem Dokument: (Handlungsanleitung)

Details:

  • Bereiten Sie die Anträge zur Kurzarbeit genau vor - eine Nachmeldung von Mitarbeitern ist nicht vorgesehen.
  • Das AMS benötigt folgende Informationen: genauer Beschäftigtenstand, geplante Dauer der Kurzarbeit, Anzahl der betroffenen MitarbeiterInnen, durchschnittliches Einkommen der jeweiligen Einkommensgruppen, geplante maximale Arbeitsreduktion.
  • Für jeden Kalendermonat ist bis zum 28. des Folgemonats eine Abrechnungsliste vorzulegen - die Auszahlung der Kurzarbeitsbeihilfe erfolgt dann im Nachhinein.
  • Urlaubsguthaben vergangener Urlaubsjahre und Zeitguthaben sind tunlichst abzubauen. Alturlaube und Zeitguthaben können auch während des Kurzarbeitszeitraumes abgebaut werden. Bei Verlängerung der Kurzarbeitsvereinbarung über 3 Monate hinaus sind 3 weitere Urlaubswochen tunlichst zu konsumieren.
  • Nettoentgeltgarantie: Arbeitnehmer erhalten folgende Prozentsätze ihres Nettoentgelts vor der Kurzarbeit (KA):
    Bruttogehalt übr EUR 2.685 80% des Nettoentgelts vor KA
    Bruttogehalt zwischen EUR 1.700 - EUR 2.685 85% des Nettoentgelts vor KA
    Bruttogehalt unter EUR 1.700 90% des Nettoentgelts vor KA
    Für Einkommen bis zur Höchstbeitragsgrundlage (EUR 5.370) ersetzt das AMS die Mehrkosten, die sich im Vergleich zur tatsächlichen Arbeitszeit ergeben, nicht jedoch für den Einkommensteil darüber.
  • Überstunden während der Kurzarbeit sind möglich
  • Kurzarbeit kann auch für einzelne Mitarbeiter vereinbart werden.
  • Die Behaltepflicht der Dienstnehmer nach Kurzarbeit beträgt 1 Monat, mit Bewilligung kann diese auch entfallen.
  • Bei Krankenständen während der Kurzarbeit erhält der Arbeitnehmer weiter 80/85/90 Prozent des bisherigen Nettoentgelts. Die Kurzarbeitsbeihilfe des AMS für den Arbeitgeber schließt auch Krankenstandstage ein. Bei Urlaub während der Kurzarbeit gebührt dem Arbeitnehmer das volle Nettogehalt wie vor der Kurzarbeit, die AMS-Beihilfe für den Arbeitgeber entfällt in diesem Fall.
  • Normalarbeitszeit muss im Kurzarbeitszeitraum mindestens 10% betragen, kann zeitweise Null sein (zB Verteilung auf 6 Wochen: 5 Wochen 0%, 1 Woche 60%)
  • Im Einvernehmen mit dem Betriebsrat (wenn es keinen gibt mit dem Arbeitnehmer) kann die Normalarbeitszeit während der Kurzarbeit verändert werden. Die Sozialpartner sind 5 Arbeitstage im Voraus zu informieren.
  • Sozialversicherungsbeiträge sind auf Basis des Entgelts wie vor der Kurzarbeit zu leisten. Das AMS ersetzt dem Arbeitgeber die Mehrkosten ab dem 1. Kurzarbeitsmonat.
  • Corona-Kurzarbeit kann für 3 Monate beantragt werden, nach Sozialpartnergespräch kann es bei Bedarf zu einer Verlängerung um weitere 3 Monate kommen

 

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