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Corona-Kurzarbeit

Durch Kurzarbeit können durch Herabsetzung der Normalarbeitszeit die Arbeitskosten reduziert werden und gleichzeitig die Beschäftigten im Unternehmen gehalten werden.

NEU! Die aktuell laufende Corona-Kurzarbeit Phase 2 wird bis 30.09.2020 verlängert. Ab 01.10.2020 gilt das neue Kurzarbeitsmodell für maximal 6 Monate, die Veröffentlichung der neuen Richtlinie muss noch abgewartet werden.

Ab 01.06.2020 ist ein rückwirkender Erstantrag nicht mehr möglich, neue Kurzarbeitsbegehren sind ab diesem Datum immer vor Beginn des Kurzarbeit-Zeitraums zu stellen.

Verlängerungsbegehren können weiterhin auch rückwirkend gestellt werden, ab 01.07.2020 spätestens drei Wochen nach dem geplanten Beginn der Verlängerung. Verlängerungsanträge, die auf der bisherigen Sozialpartnervereinbarung basierten, benötigen eine neue Sozialpartnervereinbarung (Link siehe unten).

Wichtig: wenn das AMS die Kurzarbeit fördert, kann während der Kurzarbeit kein Arbeitsverhältnis gekündigt werden. Bei detaillierten Fragen zu Beendigung von Arbeitsverhältnissen während der Kurzarbeit unterstützen wir Sie gerne.

Die Kurzarbeitsbeihilfe kann beim AMS mit einem Berechnungs-Tool ermittelt werden.

 

Vorgangsweise für die Anmeldung von Kurzarbeit:

  1. Informationen bei AMS oder WKO einholen (AMS, WKO)
    Das AMS hat ein Video als Hilfestellung für die Beantragung erstellt.

  2. Gespräche mit dem Betriebsrat (wenn vorhanden), sonst mit MitarbeiterInnen

  3. Formulare ausfüllen:
    Sozialpartnervereinbarung - Betriebsvereinbarung wenn Betriebsrat vorhanden, sonst Sozialpartnervereinbarung - Einzelvereinbarung

  4. Beantragung der COVID-19-Kurzarbeitsbeihilfe über Ihr eAMS-Konto für Unternehmen. Die
    Sozialpartnervereinbarung wird im Rahmen der Antragstellung über das eAMS-Konto direkt dem AMS übermittelt.

  5. Das AMS leitet den Antrag an die Sozialpartner weiter, ein direkter Kontakt des Arbeitgebers mit den Sozialpartnern ist nicht mehr nötig. Sollte es von den Sozialpartnern Einwände geben, lehnt das AMS das Begehren ab und ersucht den Arbeitgeber sich wegen der Zustimmung direkt an die Sozialpartner zu wenden.

    Sämtliche Kontaktdaten finden Sie auf der letzten Seite des folgenden Dokuments: (Handlungsanleitung)

Details:

  • Bereiten Sie die Anträge zur Kurzarbeit genau vor - eine Nachmeldung von Mitarbeitern ist nicht vorgesehen.
  • Das AMS benötigt folgende Informationen: genauer Beschäftigtenstand, geplante Dauer der Kurzarbeit, Anzahl der betroffenen MitarbeiterInnen, durchschnittliches Einkommen der jeweiligen Einkommensgruppen, geplante maximale Arbeitsreduktion.
  • Für jeden Kalendermonat ist bis zum 28. des Folgemonats eine Abrechnungsliste vorzulegen - die Auszahlung der Kurzarbeitsbeihilfe erfolgt dann im Nachhinein.
  • Urlaubsguthaben vergangener Urlaubsjahre und Zeitguthaben sind tunlichst abzubauen. Alturlaube und Zeitguthaben können auch während des Kurzarbeitszeitraumes abgebaut werden. Bei Verlängerung der Kurzarbeitsvereinbarung über 3 Monate hinaus sind 3 weitere Urlaubswochen tunlichst zu konsumieren.
  • Nettoentgeltgarantie: Arbeitnehmer erhalten folgende Prozentsätze ihres Nettoentgelts vor der Kurzarbeit (KA):
    Bruttogehalt über EUR 2.685 80% des Nettoentgelts vor KA
    Bruttogehalt zwischen EUR 1.700 - EUR 2.685 85% des Nettoentgelts vor KA
    Bruttogehalt unter EUR 1.700 90% des Nettoentgelts vor KA
    Für Einkommen bis zur Höchstbeitragsgrundlage (EUR 5.370) ersetzt das AMS die Mehrkosten, die sich im Vergleich zur tatsächlichen Arbeitszeit ergeben, nicht jedoch für den Einkommensteil darüber. Wenn in einem Monat mehr geleistet wird, als es diesem Nettoeinkommen entspricht, steht ein entsprechend höherer Lohn  zu.
  • Überstunden während der Kurzarbeit sind möglich
  • Kurzarbeit kann auch für einzelne Mitarbeiter vereinbart werden.
  • Die Behaltepflicht der Dienstnehmer nach Kurzarbeit beträgt 1 Monat, mit Bewilligung kann diese auch entfallen.
  • Bei Krankenständen während der Kurzarbeit erhält der Arbeitnehmer weiter 80/85/90 Prozent des bisherigen Nettoentgelts. Die Kurzarbeitsbeihilfe des AMS für den Arbeitgeber schließt auch Krankenstandstage ein. Bei Urlaub während der Kurzarbeit gebührt dem Arbeitnehmer das volle Nettogehalt wie vor der Kurzarbeit, die AMS-Beihilfe für den Arbeitgeber entfällt in diesem Fall.
  • Normalarbeitszeit muss im Kurzarbeitszeitraum mindestens 10%, maximal 90% betragen, kann zeitweise Null sein (zB Verteilung auf 6 Wochen: 5 Wochen 0%, 1 Woche 60%)
  • Sozialversicherungsbeiträge sind auf Basis des Entgelts wie vor der Kurzarbeit zu leisten. Das AMS ersetzt dem Arbeitgeber die Mehrkosten ab dem 1. Kurzarbeitsmonat.
  • Corona-Kurzarbeit kann für 3 Monate beantragt werden, nach Sozialpartnergespräch kann es bei Bedarf zu einer Verlängerung um weitere 3 Monate kommen.
  • Der Antrag darf auch von uns als Ihrem Steuerberater eingebracht werden, da wir gegenüber dem AMS zur Vertretung berechtigt sind.

 

Unser Kanzlei ist für Sie geöffnet. Wir sind telefonisch und per E-Mail
von Montag bis Donnerstag von 08:30 - 17:00 Uhr und
am Freitag von 08:30 bis 14:00 für Sie da.

Bei Fragen beraten wir Sie gerne: 01/ 503 58 70 oder office@asontas.at