© ktsdesign - 123rf.com

 

COVID-19-Investitionsprämie

Um einen Anreiz für Unternehmensinvestitionen und damit einen Beitrag zur Sicherung von Betriebsstätten, Arbeits- und Ausbildungsplätzen zu schaffen, hat die Bundesregierung die COVID-19-Investitionsprämie geschaffen.

Es sollen alle Branchen, alle Unternehmensgrößen und alle Unternehmen, die einen Sitz/Betriebsstätte in Österreich haben und rechtmäßig im eigenen Namen und auf eigene Rechnung betrieben werden, gefördert werden. Förderungsfähig sind somit Ein-Personen-Unternehmen ebenso wie Großunternehmen, Einnahmen-Ausgaben-Rechner, pauschalierte Unternehmen, Gewerbetreibende, Ärzte oder Landwirte.

Die Förderung beträgt:

  • 7 % der förderfähigen Investitionen
  • 14% bei Investitionen im Bereich Ökologisierung, Digitalisierung und Gesundheit/Life-Science

Details:

  • Untergrenze EUR 5.000 ohne USt (es können auch kleinere Investitionen zu einem Antrag zusammengerechnet werden)
  • Obergrenze EUR 50 Mio. ohne USt
  • Die Förderung ist ein steuerfreier, nicht rückzahlbarer Zuschuss
  • Förderbar sind materielle und immaterielle aktivierungspflichtige Neuinvestitionen in das abnutzbare Anlagevermögen
  • Die Förderung muss zwischen 01.09.2020 und 28.02.2021 beantragt werden.
  • Maßnahmen zur Investition müssen zwischen 01.08.2020 und 28.02.2021 gesetzt werden. Bestellung, Lieferung, der Beginn von Leistungen, Anzahlungen, Zahlungen, Rechnungen, Abschluss eines Kaufvertrages, Baubeginn gelten als Beginn der Investition.
  • Die Inbetriebnahme und Bezahlung der Investition haben bis längstens 28.02.2022 zu erfolgen. Bei einem Investitionsvolumen von mehr als EUR 20 Mio. (exkl. USt) hat die Inbetriebsnahme und Bezahlung der Investition bis längstens 28.02.2024 zu erfolgen.

Nicht gefördert werden:

  • klimaschädliche Investitionen,
  • Investitionen, bei denen vor dem 01.08.2020 oder nach dem 28.02.2021 erste Maßnahmen gesetzt wurden.
  • aktivierte Eigenleistungen,
  • leasingfinanzierte Investitionen, außer sie werden im antragstellenden Unternehmen aktiviert,
  • Kosten, die nicht in Zusammenhang mit unternehmerischen Investitionen stehen,
  • der Erwerb von Gebäuden, Gebäudeanteilen,
  • der Bau und Ausbau von Wohngebäuden, wenn zum Verkauf oder Vermietung an Private gedacht,
  • Unternehmensübernahmen und der Erwerb von Beteiligungen, sonstigen Geschäftsanteilen oder Firmenwerten,
  • Finanzanlagen,
  • Umsatzsteuer (außer es besteht keine Vorsteuerabzugsberechtigung)

Weitere Details finden Sie in den FAQs und der Richtlinie (inklusive Auflistung konkreter Investitionsmöglichkeiten) zur Investitionsprämie.

Die Investitionsprämie kann bis 28.02.2021 beim aws (Austria Wirtschaftsservice) beantragt werden (Vorschau Antragsformular). Bei positiver Förderungszusage muss innerhalb von 3 Monaten ab Inbetriebnahme und Bezahlung online via aws Fördermanager eine Endabrechnung eingereicht werden. Nach Prüfung dieser Abrechnung erfolgt die Auszahlung. Ab einer Zuschusshöhe (Investitionsprämie) von EUR 12.000 ist eine Abrechnung in Bezug auf die Aktivierung der zur Förderung beantragten Investition durch einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer zu bestätigen.

Laut Auskunft des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort werden im Bedarfsfall die Mittel von EUR 2 Mrd. durch eine Gesetzesänderung aufgestockt – Anträge, die zwischen den 01.09.2020 und dem 28.02.2021 eingebracht werden, sollen jedenfalls berücksichtigt werden.

 

Wenn Sie Fragen zu den Details der Investitionsprämie haben, unterstützt und berät das Team von Asontas Sie gerne!