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Hilfsmaßnahmen für Unternehmen aufgrund des Corona-Virus

Aufgrund der außergewöhnlichen Umstände haben wir die derzeit für uns verfügbaren Informationen zu Hilfsmaßnahmen für Unternehmen aufgrund des Corona-Virus zusammengestellt. (Stand: 11.05.2020 9 Uhr)

 

1. Corona-Hilfsfonds

Der Gesamtrahmen des Corona-Hilfsfonds beträgt EUR 15 Mrd. und steht für österreichische Unternehmen finanzielle Mittel bereit, die durch die Coronakrise schwerwiegende Liquiditätsengpässe haben. Anspruchsberechtigt sind Unternehmen und Branchen, die durch die Beschränkungen und Betretungsverbote betroffen sind, wie auch Unternehmen, die große Umsatzeinbußen erleiden mussten.

Abgewickelt wird der Fonds durch die eigens gegründete COFAG (Covid-19 Finanzierungsagentur) gemeinsam mit aws, ÖHT und OeKB, Single-Point of Contact ist die Hausbank. Der Fonds stellt Garantien und Fixkostenzuschüsse zur Verfügung.

Garantien:

Durch die Garantien sollen 90% von Betriebsmittelkrediten besichert werden. Die Obergrenze sind 3 Monatsumsätze oder maximal EUR 120 Mio. Die Laufzeit beträgt 5 Jahre und kann um bis zu 5 Jahre verlängert werden. Der Kreditzinssatz beträgt 1%, von der Unternehmensgröße abhängige Garantieentgelte von 0,25 - 2 % kommen hinzu.

Für KMU gibt es bei einem Kreditantrag bis zu EUR 500.000 eine Garantie für 100%.

Anträge können ab 8.4.2020 über die Hausbank gestellt werden.

Zuschüsse:

Zuschüsse sollen Fixkosten (Miete, Versicherungsprämien, Zinsaufwendungen,...) decken und sind gestaffelt nach dem Umsatzausfall des Unternehmens:

40 - 60% Ausfall 25% Ersatzleistung
60 - 80% Ausfall 50% Ersatzleistung
80 - 100% Ausfall 75% Ersatzleistung

Voraussetzungen für Anspruch der Zuschüsse:

  • Standort und Geschäftstätigkeit in Österreich, Fixkosten müssen in Österreich operativ angefallen sein
  • während der Coronakrise hat das Unternehmen einen Umsatzverlust von mindestens 40% erlitten, der durch COVID-19 verursacht wurde
  • sämtliche zumutbare Maßnahmen, um die Fixkosten zu reduzieren und die Arbeitsplätze in Österreich zu erhalten, wurden gesetzt
  • vor der Coronakrise war das Unternehmen gesund
  • Per 31.12.2019 hatte da Unternehmen weniger als 250 Beschäftigte
  • Aufgrund der Coronakrise wurden keine Beschäftigten gekündigt, sondern stattdessen die Kurzarbeit in Anspruch genommen

Der Antrag kann ab 20.05.2020 über den FinanzOnline-Zugang gestellt werden. Die Auszahlung erfolgt in drei Tranchen, das erste Drittel kann ab 20.05.2020, das zweite ab 19.08.2020 und das letzte Drittel ab 19.11.2020 beantragt werden.

Der Antrag muss eine Darstellung der tatsächlich entstandenen Fixkosten und der tatsächlich eingetretenen Umsatzausfälle enthalten - diese Angaben sind vor Einreichung vom Steuerberater/Wirtschaftsprüfer zu prüfen und zu bestätigen.

Der Fixkostenzuschuss muss nicht rückerstattet werden, reduziert aber die steuerlich abzugsfähigen Aufwendungen im betreffenden Wirtschaftsjahr. Der Zuschuss kann maximal EUR 90 Mio. betragen.

Hier finden sie die Richtline zum Fixkostenzuschuss. Bei Fragen beraten wir Sie gerne und unterstützen Sie bei der Einreichung Ihres Antrags.

 

2. Härtefallfonds der WKO für EPU, Kleinstunternehen, Neue Selbständige, freie Dienstnehmer und NPO

Der Härtefallfond wird durch die WKO im Auftrag des Bundes abgewickelt und ist mit EUR 2 Mrd. dotiert. Er ist eine rasche Erste-Hilfe Maßnahme für die akute finanzielle Notlage in der Corona-Krise. Alle Selbständigen, die jetzt keine Umsätze haben, sollen unterstützt werden, um ihre Lebenshaltungskosten decken zu können. Das Geld ist ein steuerfreier Zuschuss und muss nicht zurückgezahlt werden.

Anträge für Soforthilfe (Phase 1) können noch bis einschließlich 17.04.2020 bei der WKO eingebracht werden.

Anträge können von folgenden Personen/Unternehmen gestellt werden, unabhängig von einer WKO-Mitgliedschaft:

  • Ein-Personen-Unternehmer (EPU)
  • Kleinstunternehmer als natürliche Person, die weniger als 10 Vollzeit-Äquivalente (ohne Lehrlinge) beschäftigen und max. EUR 2 Mio. Umsatz oder Bilanzsumme aufweisen
  • Erwerbstätige Gesellschafter, die nach GSVG/FSVG pflichtversichert sind
  • Neue Selbständige (zB Vortragende, Künstler, Journalisten, Psychotherapeuten,...)
  • Freie Dienstnehmer (zB EDV-Spezialisten, Nachhilfelehrer, Trainer, Vortragende...)
  • Freie Berufe (zB im Gesundheitsbereich)

Anträge für Phase 2 können ab 20.04.2020 bis 31.12.2020 mittels Online-Formular eingebracht werden. Hier ist ein Muster des Antragsformulars abrufbar, um sich auf die Online-Einreichung vorbereiten zu können. Ersetzt werden 80% (90% bei Geringverdienern) des Nettoeinkommensentgangs aus dem jeweiligen Betrachtungszeitraum:

  • Betrachtungszeitraum 1: 16.03.2020-15.04.2020
  • Betrachtungszeitraum 2: 16.04.2020-15.05.2020
  • Betrachtungszeitraum 3: 16.05.2020-15.06.2020
  • Betrachtungszeitraum 4: 16.06.2020-15.07.2020
  • Betrachtungszeitraum 5: 16.07.2020-15.08.2020
  • Betrachtungszeitraum 6: 16.08.2020-15.09.2020

Aus diesen Betrachtungszeiträumen können drei gewählt werden, für jeden Zeitraum muss ein gesonderter Antrag gestellt werden. Der Zuschuss ist gedeckelt mit max. EUR 2.000 monatlich für drei Monate. In Phase 2 stehen pro Antragsteller maximal bis zu EUR 6.000 zur Verfügung. Auszahlungen aus Phase 1 werden auf Phase 2 angerechnet, weshalb neben der zeitverzögerten Auszahlung keine weiteren Nachteile für jene entstehen, die in Phase 1 nicht berücksichtigt wurden (Förderrichtlinien zu Phase 2).

In der Phase 2 wurden wichtige Verbesserungen umgesetzt:

  • Kreis der Bezieher wurde ausgeweitet
  • Einkommensober- und -untergrenzen entfallen
  • Mehrfachversicherungen und Nebenverdienste sind keine Ausschlussgründe mehr
  • Neugründer (ab 01.01.2020) können einen Pauschalbetrag (EUR 500 pro Monat) beziehen

Für land- und forstwirtschaftliche Betriebe erfolgt die Antragstellung über die Agrarmarkt Austria, für Non-Profit-Organisationen werden derzeit Förderrichtlinien ausgearbeitet.

 

3. Sonderurlaub für Arbeitnehmer mit Betreuungspflichten für Kinder unter 14 Jahren und behinderte Personen

Wenn der Arbeitgeber entscheidet diese zu gewähren, übernimmt der Staat ein Drittel der Lohnkosten (für 3 Wochen) in den nächsten Wochen bis Ostern. Einvernehmliche Lösungen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber sind empfehlenswert (zB Flexibilität bei Arbeitszeit, Urlaub, Teleworking).

 

4. Keine Entschädigungen nach dem Epidemiegesetz

Achtung! Mit der Erlassung des Covid-19-Fondsgesetz wurde das Epidemiegesetz für die aktuelle Corona-Krise außer Kraft gesetzt. Es gibt aus diesem Grund keinen Ersatz des Verdienstentganges aus dem Epidemiegesetz.

 

5. Unterstützung der Stadt Wien und WKW für EPU und KMU

Die Stadt Wien und die Wirtschaftskammer Wien stellen Betrieben EUR 35 Mio. als erste Hilfe zur Verfügung. Der Fokus liegt auf EPU und KMU.

Das Paket besteht aus

  • Bürgschaften zur Liquiditätsstärkung für KMU (EUR 10 Mio.) Konditionen und Antrag (über die Hausbank)
  • Notlagenfonds für EPU und Kleinstunternehmen (EUR 20 Mio.) bei einem Umsatzrückgang von mehr als 50 Prozent Informationen und Antrag
  • Mittelaufstockungen des Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (EUR 3 Mio.)

 

6. Hilfspaket aufgrund des Corona-Virus für Unternehmen in Niederösterreich

Zuwendungen aus dem WKNÖ-Existenzsicherungsfonds wenn die aktuellen Monatsumsätze deutlich zurückgegangen sind. Anträge können bei den Bezirksstellen der Wirtschaftskammer Niederösterreich für diese einmalige Unterstüztungsleistung gestellt werden. Diese beträgt max. EUR 5.000,- Informationen

Geförderte betriebswirtschaftliche Beratung im Ausmaß von bis zu vier Stunden zur aktuellen finanziellen Situation des Unternehmens und zur Klärung der weiteren Schritte. 100% der Kosten werden durch die WKNÖ übernommen.

Kredithaftungen durch die NÖ Bürgschaften Beteiligungen GmbH.

 

7. Maßnahmen des Landes Burgenland

Die Wirtschaft Burgenland GmbH - WiBuG unterstützt Unternehmen aus dem Burgenland, die in wirtschaftliche Notlage kommen.

  • Überbrückungshilfe des Landes Burgenland für kleine und mittelgroße burgenländische Betriebe Information
  • Härtefälle-Fonds des Landes Burgenland gewährt Soforthilfe für burgenländische EPU und Kleinstbetriebe in Form von nicht rückzahlbaren Zuschüssen für Fixkosten und Mietaufwände. Information

 

8. Hilfspaket des Landes Steiermark gemeinsam mit AK und WKSt

  • Zinsübernahme für Überbrückungskredite durch das Land Steiermark Information
  • Förderung von Telearbeitsplätzen durch das Land Steiermark und die AK Information
  • Härtefall-Fond von Land Steiermark und WKSt dotiert mit EUR 12 Mio: Richtlinien werden gerade ausgearbeitet

 

9. Hilfsmaßnahmen des Landes Tirol

  • Bertungsförderung mit Schwerpunkt Coronakrise: 12 Beratungsstunden werden 50% der Nettokosten gefördert Informationen
  • Zinsenzuschuss bei Überbrückungskredigten: Zuschuss für Kredite mit Bundeshaftung, die über aws oder ÖHT abgewickelt werden - eine separate Antragstellung ist nicht nötig, der Zuschuss von max. 1,5% wird im Rahmen der Antragstellung beim aws oder ÖHT berücksichtigt
  • Förderung von Homeoffice-Arbeitsplätzen Informationen

 

10. Kreditrahmen für Exportunternehmen

Es wurden insgesamt EUR 2 Mrd. für Exportunternehmen vom BMF zur Verfügung gestellt. Diese können ab sofort über die Österreichische Kontrollbank (OeKB) mit Unterstützung der Hausbank einen Kreditrahmen in Höhe von 10% (Großunternehmen) bzw. 15% (KMU) des Exportumsatzes beantragen. Maximaler Kreditrahmen pro Unternehmen ist EUR 60 Mio. die Laufzeit beträgt 2 Jahre (Möglichkeit der Verlängerung ist gegeben).

Voraussetzung ist, dass das Unternehmen bis zum Start der Corona-Auswirkungen wirtschaftlich gesund war. Der Bund übernimmt Haftungen für 50 bis 70 Prozent dieser Kredite.

Nährere Informationen unter exportservice@oekb.at bzw T (01) 53127-2600.

 

11. Österreichische Gesundheitskasse (9 ehemalige GKK): Vorübergehende Erleichterungen für Dienstgeber

Stundungen für die Beitragszeiträume Februar, März und April 2020:

  • für Unternehmen, die von der Schließungsverordnung betroffen sind, erfolgt eine automatische Stundung, sie ist zinsfrei
  • sonstige Unternehmen, die coronabedingte Liquiditätsprobleme haben, können um Stundung bei der regionalen Servicestelle formlos mit Angabe der coronabedingten Probleme ansuchen
  • für die Dauer der Stundung fallen keine Verzugszinsen an, wenn eine Stundung nur bis 31.05.2020 beantragt wird (dann ist eine neuerliche Beantragung nötig)

Aussetzung der Einbringungsmaßnahmen in den Monaten März, April und Mai 2020:

  • keine Einbringungsmaßnahmen (zB Exekutionsanträge)
  • keine Insolvenzanträge
  • für coronabedingte verspätete Beitragsgrundlagenmeldungen gibt es keine Säumniszuschläge

 

12. Überbrückungsfinanzierungen für EPU/KMU

Unter https://www.aws.at/aws-garantie/ueberbrueckungsgarantie/ können KMU aller Branchen Garantien für Überbrückungsfinanzierungen beantragen (KMU: weniger als 250 Beschäftigte, max. EUR 50 Mio. Umsatz od. EUR 43 Mio Bilanzsumme). Mit der Garantie werden 80% eines Überbrückungskredites von bis zu EUR 2,5 Mio. pro KMU für 5 Jahre besichert. Die Einreichung erfolgt über die finanzierende Hausbank, die aws (Austria Wirtschafsservice) entscheidet über die Vergabe der Garantie. Auch freiberufliche Tätigkeiten sind ab sofort garantiefähig.

 

13. Garantien für Unternehmen mit 250 und mehr Beschäftigten

Auch diese Unternehmen sollen Garantien für Finanzierungen bekommen, die Details werden gerade ausgearbeitet.

 

14. Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen bei der Sozialversicherung der Selbständigen

Vom Corona-Virus direkt oder indirekt durch Erkrankung oder Quarantäne Betroffene oder Unternehmen, die durch Ertragseinbußen in Zahlungsschwierigkeiten sind, können formlos schriftlich per E-Mail oder direkt per Online-Formular die Stundung und Ratenzahlung beantragen.

Folgende Hilfsmaßnahmen können per E-Mail beantragt werden.

  • Stundung der Beiträge
  • Ratenzahlung der Beiträge
  • Gänzliche bzw teilweise Nachsicht der Verzugszinsen

Die Herabsetzung der vorläufigen Beitragsgrundlage kann mittels Online-Formular beantragt werden. Eine Herabsetzung ist maximal bis auf die Mindestbeitragsgrundlage möglich, ist diese bereits erreicht, ist eine Herabsetzung im Regelfall nicht mehr möglich.

 

15. Steuerliche Sonderregelungen betreffend Corona-Virus

Die Finanzämter stellen ein kombiniertes Formular zur Verfügung, mit dem alle steuerlichen Erleichterungen beantragt werden können. Dieses Formular kann ausgefüllt an corona@bmf.gv.at gesendet werden. Steht Ihnen FinanzOnline zur Verfügung, so ersucht das BMF, Anträge ausschließlich über FinanzOnline einzubringen. Natürlich beraten wir Sie gerne oder übernehmen die Einreichung für Sie.

Laut Information des Bundesministeriums für Finanzen vom 24.3.2020 kann Steuerpflichtigen, die von gehäuft auftretenden Infektionen mit dem SARS-CoV-2-Virus und den angeordneten behördlichen Maßnahmen (häusliche Quarantäne, Schließung der Bildungseinrichtungen, Absage von Veranstaltungen,…) betroffen sind, durch mehrere Maßnahmen geholfen werden.

Der Steuerpflichtige muss glaubhaft machen, dass er von Ertragseinbußen und/oder einem Liquiditätsengpass betroffen ist, der konkret auf eine SARS-CoV-2-Virus-Infektion zurückzuführen ist. Die ist der Fall, wenn es zB zu vielen Stornierungen von Hotelreservierungen, Ausfall von Sport- und Kulturveranstaltungen, Ausfall oder Beeinträchtigung von Lieferketten oder Ertragseinbußen durch Änderungen des Konsumverhaltens kommt.

Für den Nachweis hat das BMF Textbausteine zur Verfügung gestellt (auch bei den Anträgen in FinanzOnline), die unbürokratisch verwendet werden können. Sämtliche Anträge, die die folgenden Maßnahmen betreffen, werden vom Finanzamt vorrangig bearbeitet.

Einkommen- oder Körperschaftsteuervorauszahlungen für 2020

  • Antrag auf Herabsetzung von Einkommen- oder Körperschaftsteuervorauszahlungen für das Kalenderjahr 2020 über FinanzOnline oder ein Musterformular bis 31.10.2020. Es muss glaubhaft gemacht werden, dass durch eine konkrete Betroffenheit zu Ertragseinbußen kommt (Minderung der Bemessungsgrundlage). Das Finanzamt hat die Vorauszahlungen für 2020 zu reduzieren, ergibt sich für 2020 keine Steuervorschreibung wird die Vorauszahlung mit Null Euro festgesetzt. Diese Anträge werden sofort erledigt.
  • Ist der Steuerpflichtige durch den Notstand liquiditätsmäßig derart betroffen, dass er die festgesetzte Vorauszahlung nicht zahlen kann, so kann er beim Finanzamt anregen die Einkommensteuer- oder Körperschafsteuervorauszahlung für 2020 zu verringern oder zur Gänze nicht festzusetzen. Der Steuerpflichtige muss seinen liquiditätsmäßigen Notstand glaubhaft machen, auch diese Anträge werden sofort bearbeitet.
  • Sollten bei der Veranlagung für 2020 Nachforderungszinsen anfallen, werden diese nicht angesetzt.

Abgabeneinhebung

  • Steuerpflichtige können beantragen, dass Steuerzahlungen gestundet oder in Raten entrichtet werden (jeweils bis längstens 30. September 2020). Im Antrag, der sofort bearbeitet wird, muss der Steuerpflichtige die konkrete Betroffenheit glaubhaft machen.
  • Damit Stundungsanträge berücksichtigt werden, muss die Abgabe am Steuerkonto verbucht/gemeldet sein (USt über UVA gemeldet; sonstige Selbstbemessungsabgaben wie LSt/DB/DZ über die Funktion "Meldung zur Zahlung von Selbstbemessungsabgaben" unter dem FinOn-Menüpunkt "Weitere Services"). Sammel-Stundungsanträge für künftige, erst fällig werdende Abgaben (zB USt und LSt für April-Juni) werden abgewiesen.
  • Gleichzeitig kann der Steuerpflichtige beantragen, dass bei konkreter Betroffenheit Stundungszinsen nicht angesetzt werden.
  • Des weiteren kann der betroffene Steuerpflichtige beantragen, dass ein verhängter Säumniszuschlag herabgesetzt oder nicht festgesetzt wird.

Im Abgabenverfahren und im Finanzstrafverfahren wird der Lauf wichtiger Fristen (vorerst) bis 30. April 2020 unterbrochen. Sie beginnen mit 1. Mai 2020 neu zu laufen.

Zuwendungen zur Bewältigung der Corona-Krise werden steuerfrei gestellt, die damit abgedeckten Ausgaben bleiben in voller Höhe Betriebsausgaben.

Für sämtliche Schriften und Amtshandlungen, die im Zusammenhang mit Hilfsmaßnahmen in der Corona-Krise stehen, gibt es eine umfassende Befreiung von Gebühren und Bundesverwaltungsabgaben.

Wenn es zu vorübergehenden Betriebsschließungen kommt, dann sollten die Registrierkassen  nicht außer Betrieb genommen werden. Das Anmeldeprozedere über FinanzOnline und die Startbelegprüfung bei der Wiederinbetriebnahme könnten einen unverhältnismäßigen Aufwand darstellen.

 

16. Künstler-Sozialversicherungsfonds: COVID-19-Fonds

Der COVID-19-Fonds ist mit EUR 5 Mio. dotiert und unterstützt Künstlerinnen und Kulturvermittlerinnen in einem ersten Schritt (Phase 1 Antragsformular) mit einer Beihilfe von EUR 500,- bisz EUR 1.000,-, wenn sie

  • den Härtefall-Fonds (siehe Punkt 2) der WKO nicht in Anspruch nehmen können
  • einen Hauptwohnsitz in Österreich haben
  • von einer wirtschaftlich seignifikanten Brdrohung durch COVID-19 betroffen sind
  • keinen Anspruch auf Leistungen aus Versicherung zur Abdeckung diesesr Bedrohung haben
  • nicht bereits Beihilfen aus dem KSVF-Unterstützungsfonds beziehen
  • das Einkommen im letzten abgeschlossenen Wirtschaftsjahr max. EUR 60.144 betragen hat

An der Phase 2 des COVID-19-Fonds wird derzeit gearbeitet, Anträge sind noch nicht möglich.

 

Zusätzlich zu KünstlerInnen können auch KulturvermittlerInnen diese Beihilfe beantragen. Informationen

 

17. Zusätzliche geplante Maßnahmen:

Kreditgarantien und Kreditstundungen bei Banken

Ziel der Regierung sind zusätzliche Kreditgarantien und Kreditstundungen durch die Bankinstitute. Bitte nehmen Sie Kontakt mit Ihrer Hausbank auf, um Kreditraten zu stunden. Auch andere Vertragspartner können Sie um Stundung bitten (Miete, Leasing, Versicherung,…).

Keine Grundumlagenvorschreibung im Jahr 2020 durch die WKO

Bereits erfolgte Vorschreibungen für das Jahr 2020 sind als gegenstandslos zu betrachten. Es besteht für Unternehmen in einer coronabedingten Notlage die Möglichkeit eine Stundung oder Ratenzahlung der Kammerumlage 1 under der Kammerumlage 2 beim zuständigen Finanzamt zu beantragen.

Krisenbewältigungsfonds

Für KMU wurde ein Härtefonds mit EUR 50 Mio. dotiert.

EPU können ab sofort die Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen, eine Herabsetzung der vorläufigen Beitragsgrundlage und einen Entfall der Verzugszinsen nutzen. Details werden noch ausgearbeitet.

Für Familienbetriebe, Selbständige und EU, die durch die Unterstützungsleistungen des Staates nicht profitieren soll es einen weiteren Härtefonds mit EUR 100 Mio. geben. Details werden ausgearbeitet.

Stärkung von Lieferketten

Bei Schwierigkeiten aufgrund unterbrochener internationaler Lieferketten kann man über wirtschaft.covid-19@bmdw.gv.at das Wirtschaftsministeriums kontaktieren, um Unterstützung der Taskforce Wirtschaft COVID-19 mit Vertretern ausländischer Botschaften in Wien zu erhalten.

Senkung von Energierechnungen

Unternehmen, die durch die Corona-Krise in Schieflage geraten, können durch eine Anpassung an die neuen Gegebenheiten im Einvernehmen mit den Energielieferanten und Netzbetreibern (Strom, Gas, Fernwärme) besser durch die Krise kommen. Informationen

 

Unser Kanzlei ist für Sie geöffnet. Wir sind telefonisch und per E-Mail
von Montag bis Donnerstag von 08:30 - 17:00 Uhr und
am Freitag von 08:30 bis 14:00 für Sie da.

Bei Fragen beraten wir Sie gerne: 01/ 503 58 70 oder office@asontas.at