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Hilfsmaßnahmen für Unternehmen aufgrund des Corona-Virus

Aufgrund der außergewöhnlichen Umstände haben wir die derzeit für uns verfügbaren Informationen zu Hilfsmaßnahmen für Unternehmen aufgrund des Corona-Virus zusammengestellt. (Stand: 02.06.2021 12 Uhr)

 

  1. Ausfallbonus
  2. Lockdown-Umsatzersatz II für vom Lockdown indirekt betroffene Unternehmen
  3. Verlustersatz
  4. Corona-Hilfsfonds - Garantien und Fixkostenzuschuss I und Fixkostenzuschuss II
  5. Härtefall-Fonds der WKO für EPU, Kleinstunternehmen, neue Selbständige und freie Dienstnehmer
  6. Kreditrahmen für Exportunternehmen
  7. Österreichische Gesundheitskasse (9 ehemalige GKKs): Vorübergehende Erleichterungen für Dienstgeber
  8. Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen bei der Sozialversicherung der Selbständigen
  9. Steuerliche Sonderregelgungen betreffend Corona-Virus
  10. SVS: Überbrückungsfinanzierungen für selbständige Künstlerinnen und Künstler
  11. Künstler-Sozialversicherungsfonds: COVID-19-Fonds
  12. Non-Profit-Organisation - Unterstützungsfonds
  13. Neustartbonus
  14. Lehrlings-Bonus
  15. Corona-Familienhärtefonds

 

1. Ausfallbonus

 

Neuerungen ab 01.07.2021:

  • Verlängerung bis September 2021
  • Entfall des Vorschusses auf Fixkostenzuschuss II - der Ausfallsbonus besteht nur noch aus dem Bonus für den Umsatzausfall
  • Umsatzausfall von 50%
  • Staffelung der Ersatzraten nach branchenspezifischem Rohertrag (10%-40%)
  • Deckelung mit EUR 80.000 pro Mona
  • gemeinsame Deckelung: Ausfallsbonus und Kurzarbeit dürfen höchstens den Umsatz des Vergleichszeitraums ergeben

Unternehmen, die einen monatlichen Umsatzausfall von 40% haben, können als Ergänzung zum Fixkostenzuschuss II einen Ausfallbonus beantragen. Dieser umfasst einen direkten Zuschuss wie auch einen Vorschuss zur Liquiditätssicherung für die Monate November 2020 – Juni 2021.

Details:

  • Keine Einschränkung auf bestimmte Branchen
  • Umsatzeinbruch von 40% im Kalendermonat im Vergleich zum Vorjahresmonat
  • Ersatzrate entspricht 30% des Umsatzrückganges, wovon die Hälfte als Ausfallsbonus und die andere Hälfte als Vorschuss für den Fixkostenzuschuss II ausbezahlt wird. Es kann auch nur der Ausfallsbonus beantragt werden.
  • Maximal werden EUR 60.000 pro Monat ausbezahlt
  • Antrag über FinanzOnline monatsweise ab 16. des folgenden Monats bis 15. des drittfolgenden Monats. Für Novmeber 2020, Dezember 2020 und Jänner 2021 ist ein Antrag ab 16.02.2021 bis 15.04.2021 möglich.
  • Die COFAG kann fallweise eine Bestätigung eines Steueberaters über die Höhe der Umsätze anfordern.
  • Wenn ein Vorschuss auf den Fixkostenzuschuss II beantragt wird, muss bis 31.12.2021 verpflichtend einen Antrag für den Fixkostenzuschuss II abgegeben werden.
  • Der Ausfallbonus ist ausgeschlossen, wenn bereits ein Lockdown-Umsatzersatz, Lockdown-Umsatzersatz II oder eine eine Lockdownkompensation für selbständige Künstler beantragt wurde.
  • Anhebung der Ersatzrate im März und April 2021 - der Anteil des Ausfallbonus wird von 15% auf 30% verdoppelt - dann können mit der Vorschuss für den Fixkostenzuschuss II max. EUR 80.000 (Ausfallbonus EUR 50.000 statt EUR 30.000 + Vorschuss auf Fixkostenzuschuss II EUR 30.000) beantragt werden - die Beantragung ist ab 16.04.2021 möglich.

Der Antrag für den Ausfallbonus kann direkt vom Unternehmen oder durch den Steuerberater eingebracht werden. Nähere Informationen und die Verordnung finden Sie auf der Website des BMF.

 

2. Lockdown-Umsatzersatz II für vom Lockdown indirekt betroffene Unternehmen

 

Ab 16.02.2021 ist ein Antrag für den Lockdown Umsatzersatz II möglich, dieser gilt für November und Dezember für indirekt betroffene Unternehmen.

Voraussetzungen:

  • Unternehmen mit Sitz und Tätigkeit in Österreich
  • Mindestens 50% der Umsätze wurden unmittelbar oder im Auftrag eines Dritten mit Unternehmen erzielt, die direkt von den Schließungsverordnungen im November und Dezember 2020 betroffen waren. Unternehmen, die diesen Umsatzanteil nicht erreichen, steht der Ausfallbonus zur Verfügung.
  • In Anhang 2 der Verordnung sind alle Branchen, die den Lockdown-Umsatzersatz II beantragen können mit den jeweiligen Ersatzraten aufgelistet. Darunter fallen unter anderen Hersteller von Lebensmitteln, Großhandel, Dienstleistungsunternehmen sowie Künstler.
  • Umsatzausfall von mindestens 40% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 2019
  • Für die Ermittlung werden die Zahlen aus den Umsatzsteuervoranmeldungen herangezogen
  • Höhe des Umsatzersatzes richtet sich nach den gleichen Kriterien, die für direkt betroffene Unternehmen gegolten haben. Die Bandbreite reicht je nach betroffener Branche und Zeitraum von 12,5% bis 80% der Vergleichsumsätze 2019
  • Kein Umsatzersatz steht zu, wenn ein Insolvenzverfahren anhängig ist, oder wenn Dienstnehmer ab dem 16.02.2021 gekündigt werden
  • Folgende Beihilfen sind anzurechnen: Umsatzersatz (für direkt betroffene Unternehmen) und Fixkostenzuschuss 800.000

Der Antrag für den Lockdown-Umsatzersatz II ist bei Beträgen über EUR 5.000 nur durch einen Steuerberater bis 30.06.2021 über FinanzOnline möglich. Weitere Informationen zum Lockdown-Umsatzersatz finden Sie hier.

 

3. Verlustersatz

 

Neuerungen ab 01.07.2021:

  • Verlängerung bis Dezember 2021
  • Umsatzausfall von 50%
  • Deckelung bei EUR 10 Mio.

 

Ab 16.12.2020 ist der Verlustersatz für ungedeckte Fixkosten über FinanzOnline beantragbar. Verluste, die zwischen 16.09.2020 und 30.06.2021 anfallen, können entweder vorausprognostiziert oder im Nachhinein ersetzt werden. Große und mittlere Unternehmen erhalten bis zu 70% ihres Verlustes, kleine (bis zu 49 MitarbeiterInnen) und Kleinst-Unternehmen bis zu 90% ihres Verlustes des Vergleichszeitraumes. Das Unternehmen muss einen Umsatzausfall von mindestens 30 % erleiden, um antragsberechtigt zu sein.

Es wurden 10 Betrachtungszeiträume definiert, für welche Anträge gestellt werden können. Beginnend mit 16.-30.09.2020 und dann jeweils der Kalendermonat. Für beantragte Zeiträume darf kein Lockdown-Umsatzersatz (aliquote Anrechnung, wenn zB nur für 2 Wochen beantragt) oder Fixkostenzuschuss II 800.000 bezogen werden. Eine zeitliche Unterbrechung zwischen den Betrachtungszeiträumen ist nur für November und/oder Dezember erlaubt, wenn für diese Monate der Lockdown-Umsatzersatz beantragt wurde.

Einmalig ist ein Umstieg vom Fixkostenzuschuss 800.000 möglich, um den Unternehmen, die an die Obergrenze von EUR 800.000 stoßen, weitere Beihilfen zu ermöglichen.

Die Antragstellung muss über einen Steuerberater erfolgen – bis zu einem Verlustersatz von max. EUR 36.000 können Unternehmen Steuerberatungskosten dafür bis zu EUR 1.000 anrechnen.

Die Schätzung des Verlustes basiert auf einer Prognoserechnung.

Die Auszahlung erfolgt in zwei Tranchen, die erste umfasst 70% des voraussichtlichen Verlustersatzes und kann ab 16.12.2020 bis 30.06.2021 beantragt werden, die Anträge für die zweite Tranche können von 01.07.2021 bis 31.12.2021 eingebracht werden. Mit Beantragung der zweiten Tranche erfolgt die Endabrechnung, der Zeitpunkt richtet sich auch nach dem Vorliegen ausreichender Buchhaltungsunterlagen.

Das Bundesministerium für Finanzen stellt FAQs und die Richtlinie auf seiner Webseite zur Verfügung.

Das Team von Asontas berät Sie gerne und nimmt die Beantragung des Verlustersatzes für Sie vor!

 

4. Corona-Hilfsfonds - Garantien und Fixkostenzuschuss

 

Der Gesamtrahmen des Corona-Hilfsfonds beträgt EUR 15 Mrd. und steht für österreichische Unternehmen finanzielle Mittel bereit, die durch die Coronakrise schwerwiegende Liquiditätsengpässe haben. Anspruchsberechtigt sind Unternehmen und Branchen, die durch die Beschränkungen und Betretungsverbote betroffen sind, wie auch Unternehmen, die große Umsatzeinbußen erleiden mussten.

Abgewickelt wird der Fonds durch die eigens gegründete COFAG (Covid-19 Finanzierungsagentur) gemeinsam mit aws, ÖHT und OeKB, Single-Point of Contact ist die Hausbank. Der Fonds stellt Garantien und Fixkostenzuschüsse zur Verfügung.

 

Garantien:

Bis zu einer Höhe von EUR 500.000 können Banken Betriebsmittelkredite auf Basis einer 100%-Garantie der Republik vergeben. Differenziert wird zwischen Garantien für KMU, für Tourismus- und Freizeitbetriebe und für Großunternehmen. Bei einem Finanzierungsbedarf von über EUR 500.000 werden 90% der Kreditsumme besichert. Die Kredithöhe orientiert sich am tatsächlichen Liquiditätsbedarf des Unternehmens. Sie darf aber nicht mehr als 25% des Jahresumsatzes 2019 oder mehr als die doppelte jährliche Lohnsumme oder maximal EUR 120 Mio (in angemessen begründeten Fällen) betragen. Die Laufzeit beträgt max. 6 Jahre.

Beim Garantieprodukt 100% kommt ein Kreditzinssatz von 3-Monats-Euribor +75 Basispunkte zur Anwendung, in den ersten beiden Jahren gilt eine Obergrenze von 0%.

Beim Garantieprodukt 90% kommt eine Zinssatzobergrenze von 1% fix p.a. zum tragen, hinzu kommen je nach Unternehmensgröße abhängige Garantieentgelte von 0,25 - 2 %.

Anträge können ab 08.04.2020 über die Hausbank gestellt werden.

 

Fixkostenzuschuss I:

Zuschüsse sollen Fixkosten (Miete, Versicherungsprämien, Zinsaufwendungen,...) decken und sind gestaffelt nach dem Umsatzausfall des Unternehmens:

40 - 60% Ausfall 25% Ersatzleistung
60 - 80% Ausfall 50% Ersatzleistung
80 - 100% Ausfall 75% Ersatzleistung

Die Fixkosten werden für den Zeitraum 16.03.2020 - 15.06.2020 ermittelt, wenn für die Berechnung des Umsatzausfalls das 2. Quartal 2020 mit dem 2. Quartal 2019 verglichen wird. Alternativ können bis zu drei zusammenhängende Betrachtungszeiträume ausgewählt werden (16.03.-15.04., 16.04.-15.05., 16.05.-15.06., 16.06.-15.07., 16.07.-15.08., 16.08.-15.09.2020), um den Umsatzausfall und die Fixkosten-Bemessungsgrundlage zu ermitteln.

Voraussetzungen für Anspruch der Zuschüsse:

  • Standort und Geschäftstätigkeit in Österreich, Fixkosten müssen in Österreich operativ angefallen sein
  • während der Coronakrise hat das Unternehmen einen Umsatzverlust von mindestens 40% erlitten, der durch COVID-19 verursacht wurde (ab 16.03.2020 bis Ende der Covid-Maßnahmen, längstens jedoch bis 15.09.2020)
  • sämtliche zumutbare Maßnahmen, um die Fixkosten zu reduzieren und die Arbeitsplätze in Österreich zu erhalten, wurden gesetzt
  • vor der Coronakrise war das Unternehmen gesund
  • Per 31.12.2019 hatte da Unternehmen weniger als 250 Beschäftigte
  • Aufgrund der Coronakrise wurden keine Beschäftigten gekündigt, sondern stattdessen die Kurzarbeit in Anspruch genommen

Der Antrag kann ab 20.05.2020 bis 31.08.2021 über den FinanzOnline-Zugang gestellt werden. Die Auszahlung erfolgt in drei Tranchen, 50% können ab 20.05.2020, 25% ab 19.08.2020 und 25% ab 19.11.2020 beantragt werden. Liegen die qualifizierten Daten aus dem Rechnungswesen bereits bei Beantragung der 2. Tranche vor, kann der gesamte Fixkostenzuschuss bereits mit dieser Tranche (ab 19. August 2020) ausgezahlt werden.

Der Antrag über muss eine Darstellung der tatsächlich entstandenen Fixkosten und der tatsächlich eingetretenen Umsatzausfälle enthalten. Bei Ansuchen in der zweiten und dritten Tranche müssen diese Angaben vor Einreichung unabhängig von der Antragshöhe vom Steuerberater/Wirtschaftsprüfer geprüft und bestätigt werden, dann wird von uns über FinanzOnline der Antrag eingebracht. Im Zusammenhang mit der Beantragung des Fixkostenzuschusses angefallene Steuerberater-, Wirtschaftsprüfer- oder Bilanzbuchhalterkosten können bis maximal EUR 500 als Fixkosten berücksichtigt werden.

Der Fixkostenzuschuss muss nicht rückerstattet werden, reduziert aber die steuerlich abzugsfähigen Aufwendungen im betreffenden Wirtschaftsjahr. Der Zuschuss beträgt mindestens EUR 500,- und kann maximal EUR 90 Mio. betragen.

Unter www.fixkostenzuschuss.at finden sie sämtliche Informationen zum Fixkostenzuschuss. Bei Fragen beraten wir Sie gerne und unterstützen Sie bei der Einreichung Ihres Antrags.

 

Fixkostenzuschuss II 800.000:

Der Fixkostezuschuss II 800.000 kann ab sofort über FinanzOnline beantragt werden. Um eine geordnete Abwicklung garantieren zu können, muss ein Lockdown-Umsatzersatz vor dem Fixkostenzuschuss II 800.000 beantragt werden. Für Zeiträume, die durch einen Lockdown-Umsatzersatz abgedeckt werden, kann kein Fixkostenzuschuss II 800.000 beantragt werden.

Der Prozentsatz für den Ersatz der Fixkosten richtet sich nach dem prozentuellen Umsatzausfall (zB Umsatzrückgang von 45% - Fixkosten werden zu 45% ersetzt). Ab einem Umsatzrückgang durch COVID-19 von 30% kann ein Ersatz der Fixkosten beantragt werden - bei 100 Prozent Umsatzausfall werden in Phase II 100 Prozent ersetzt. Der Maximalbetrag pro Unternehmen beträgt EUR 800.000. Neu ist die Möglichkeit einer Pauschalierung: wer zum Zeitpunkt der Antragstellung im letztveranlagten Jahr weniger als EUR 120.000 Umsatz hatte, kann 30% des Umsatzausfalls als Fixkosten ansetzen.

Der Fixkostenzuschuss II 800.000 wird für bis zu zehn Betrachtungszeiträume bzw. Monate im Zeitraum von 16.09.2020 bis längstens 30.06.2021 gewährt. Die Betrachtungszeiträume sind so zu wählen, dass entweder alle Betrachtungszeiträume zeitlich zusammenhängen oder zwei Tranchen von jeweils zeitlich zusammenhängenden Betrachtungszeiträumen bestehen. Ein direktes Anschließen an den Fixkostenzuschuss I ist nicht erforderlich.

Zusätzlich zu den bisherigen Fixkosten können Leasingraten, Absetzung für Abnutzung (AfA) und endgültig frustrierte Aufwendungen (zB bereits getätigte Vorleistungen von Reiseveranstaltern für stornierte Reisen) abgerechnet werden. AfA und Leasingraten können auch rückwirkend für Betrachtungszeiträume der ersten Phase des Fixkostenzuschuss eingereicht werden.

Die Mittel des Fixkostenzuschuss dürfen nicht für die Zahlung von Boni an Vorstände oder Geschäftsführer verwendet werden. Soweit der Bonus schon vor 16.03.2020 vereinbart wurde und einklagbar ist, ist die Auszahlung nicht schädlich.

Hier finden Sie die Richtlinie zum Fixkostenzuschuss II, das Bundesministerium für Finanzen hat umfangreiche Informationen zur Verfügung gestellt. Anträge für die erste Tranche können bis 30.06.2021, für die zweite Tranche bis 31.12.2021 gestellt werden.

 

5. Härtefallfonds der WKO für EPU, Kleinstunternehen, neue Selbstständige und freie Dienstnehmer

 

Der Härtefallfond wird durch die WKO im Auftrag des Bundes abgewickelt. Er ist eine Erste-Hilfe Maßnahme für die akute finanzielle Notlage in der Corona-Krise. Alle Selbstständigen, die keine Umsätze haben, sollen unterstützt werden, um ihre Lebenshaltungskosten decken zu können. Das Geld ist ein steuerfreier Zuschuss und muss nicht zurückgezahlt werden.

Ein Härtefall liegt vor, wenn:

  • die laufenden Kosten im Betrachtungszeitraum nicht mehr gedeckt werden können oder
  • im Betrachtungszeitraum zumindest überwiegend ein behördlich angeordnetes Betretungsverbot aufgrund von COVID-19 besteht oder
  • ein Umsatzeinbruch von mindestens 50% zum vergleichbaren Betrachtungszeitraum des Vorjahres besteht.

Anträge Phase I konnten bis einschließlich 17.04.2020 bei der WKO eingebracht werden.

Anträge für Phase II können bis 31.07.2021 mittels Online-Formular eingebracht werden.

Anträge der Phase III können ab 02.08.2021 eingebracht werden.

  • Insgesamt können Anträge für 15 Betrachtungszeiträume eingebracht werden.
  • Ab dem 01.06.2021 gibt einen Zusatzbonus in der Höhe von EUR 100 für jeden geförderten Betrachtungszeitraum, maximal werden EUR 1.500 ausbezahlt. Die Auszahlung des Zusatzbonus erfolgt automatisch, eine separate Beantragung ist nicht nötig.
  • Die Gesamtförderhöhe wurde auf EUR 39.000 erhöht.
  • NeugründerInnen bis 31.10.2020 und Unternehmen in Sanierungsverfahren sind anspruchsberechtigt
  • Für Anträge nach dem 15.04.2021 darf keine Ruhendmeldung vorliegen und keine Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung bezogen worden sein.

Unabhängig von einer WKO-Mitgliedschaft können Anträge von folgenden Personen eingebracht werden:

  • Ein-Personen-Unternehmer (EPU)
  • Kleinstunternehmer als natürliche Person, die weniger als 10 Vollzeit-Äquivalente (ohne Lehrlinge) beschäftigen und max. EUR 2 Mio. Umsatz oder Bilanzsumme aufweisen
  • Erwerbstätige Gesellschafter, die nach GSVG/FSVG pflichtversichert sind
  • Neue Selbständige (zB Vortragende, Künstler, Journalisten, Psychotherapeuten,...)
  • Freie Dienstnehmer (zB EDV-Spezialisten, Nachhilfelehrer, Trainer, Vortragende...)
  • Freie Berufe (zB im Gesundheitsbereich)

Die WKO stellt ein Muster des Antragsformulars bereit, um sich auf die Online-Einreichung vorbereiten zu können. Für jeden Betrachtungszeitraum muss ein gesonderter Antrag im Nachhinein gestellt werden:

  • Betrachtungszeitraum  1: 16.03.2020-15.04.2020
  • Betrachtungszeitraum  2: 16.04.2020-15.05.2020
  • Betrachtungszeitraum  3: 16.05.2020-15.06.2020
  • Betrachtungszeitraum  4: 16.06.2020-15.07.2020
  • Betrachtungszeitraum  5: 16.07.2020-15.08.2020
  • Betrachtungszeitraum  6: 16.08.2020-15.09.2020
  • Betrachtungszeitraum  7: 16.09.2020-15.10.2020
  • Betrachtungszeitraum  8: 16.10.2020-15.11.2020
  • Betrachtungszeitraum  9: 16.11.2020-15.12.2020
  • Betrachtungszeitraum 10: 16.12.2020-15.01.2021
  • Betrachtungszeitraum 11: 16.01.2021-15.02.2021
  • Betrachtungszeitraum 12: 16.02.2021-15.03.2021
  • Betrachtungszeitraum 13: 16.03.2021 - 15.04.2021
  • Betrachtungszeitraum 14: 16.04.2021 - 15.05.2021
  • Betrachtungszeitraum 15: 16.05.2021 - 15.06.2021

Die Förderung wird durch Vergleich der Nettoeinkünfte aus dem Betrachtungszeitraum mit den Daten aus dem Einkommensteuerbescheid aus dem Vergleichszeitraum ermittelt. Der Zuschuss ist gedeckelt mit max. EUR 39.000. Auszahlungen aus Phase I werden auf Phase II angerechnet (neue Förderrichtlinien zu Phase 2). Liegt kein Einkommensteuerbescheid vor, oder weist dieser einen Verlust auf, wird ein Pauschalbetrag von EUR 500 monatlich ausbezahlt.

Der Comeback-Bonus beträgt EUR 500 pro Betrachtungszeitraum, insgesamt maximal EUR 6.000 pro Antragsteller, dieser kann beim Antrag gemeinsam mit dem Zusatzbonus (EUR 100 pro Betrachtungszeitraum) beantragt werden.

 

6. Kreditrahmen für Exportunternehmen

 

Es wurden insgesamt EUR 3 Mrd. für Exportunternehmen vom BMF zur Verfügung gestellt. Diese können ab sofort über die Österreichische Kontrollbank (OeKB) mit Unterstützung der Hausbank einen Kreditrahmen in Höhe von 10% (Großunternehmen) bzw. 15% (KMU) des Exportumsatzes beantragen. Maximaler Kreditrahmen pro Unternehmen ist EUR 60 Mio., die Laufzeit beträgt 2 Jahre (Möglichkeit der Verlängerung ist gegeben).

Voraussetzung ist, dass das Unternehmen bis zum Start der Corona-Auswirkungen wirtschaftlich gesund war. Der Bund übernimmt Haftungen für 50 bis 70 Prozent dieser Kredite.

Nährere Informationen unter exportservice@oekb.at bzw T (01) 53127-2600

Die OeKB kann im Auftrag des BMF vorübergehend auch kurzfristige Kreditrisiken in OECD-Ländern versichern. Information

 

7. Österreichische Gesundheitskasse (9 ehemalige GKK): Vorübergehende Erleichterungen für Dienstgeber

 

Die Coronavirus-Pandemie ändert nichts an den Meldefristen und der Fälligkeit der Beiträge: Anmeldungen, Beitragsgrundlagenmeldungen und Abmeldungen sind weiterhin innerhalb der gesetzlichen Fristen mitzuteilen.

Die aufgelaufenen Beitragsrückstände (Februar 2020 – Mai 2021) sind spätestens bis zum 30.06.2021 zu begleichen (FAQ). Die ÖGK kann dann in einer ersten Phase bis zum 30.09.2022 Ratenzahlungen gewähren. Diese Ratenvereinbarungen können im WEB-BE-Kundenportal (WEBEKU) ab 01.06.2021 beantragt werden. Der Verzugszinsensatz ist in der ersten Phase um 2 Prozentpunkte verringert und beträgt 1,38%.

In einer zweiten Phase können unter erhöhten Voraussetzungen Zahlungserleichterungen für Rückstände (Februar 2020 bis Mai 2021) bis 30.06.2024 beantragt werden. Für Ratenvereinbarungen bis 30.06.2024 muss bis 30.09.2022 ein gesonderter Antrag gestellt werden. Dafür müssen in der ersten Phase 40% des Beitragsrückstandes beglichen worden und es darf kein Terminverlust eingetreten sein.

 

8. Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen bei der Sozialversicherung der Selbständigen

 

Vom Corona-Virus direkt oder indirekt durch Erkrankung oder Quarantäne Betroffene oder Unternehmen, die durch Ertragseinbußen in Zahlungsschwierigkeiten sind, können formlos schriftlich per E-Mail oder direkt per Online-Formular die Stundung und Ratenzahlung beantragen. Bei Stundung oder Ratenvereinbarung werden keine Verzugszinsen angelastet.

Die Herabsetzung der vorläufigen Beitragsgrundlage kann mittels Online-Formular beantragt werden. Eine Herabsetzung ist maximal bis auf die Mindestbeitragsgrundlage möglich, ist diese bereits erreicht, ist eine Herabsetzung im Regelfall nicht mehr möglich.

Mahnungen von offenen Beitragsforderungen werden bis auf Weiteres ausgesetzt, ebenso werden keine Anträge auf Einleitung von Exekutionsverfahren sowie Insolvenzberfahren gestellt.

 

9. Steuerliche Sonderregelungen betreffend Corona-Virus

 

Die Finanzämter stellen über FinanzOnline einen Antrag zur Verfügung mit dem alle steuerlichen Erleichterungen beantragt werden können. Natürlich beraten wir Sie gerne oder übernehmen die Einreichung für Sie.

Der Steuerpflichtige muss glaubhaft machen, dass er von Ertragseinbußen und/oder einem Liquiditätsengpass betroffen ist, der konkret auf eine SARS-CoV-2-Virus-Infektion zurückzuführen ist. Die ist der Fall, wenn es zB zu vielen Stornierungen von Hotelreservierungen, Ausfall von Sport- und Kulturveranstaltungen, Ausfall oder Beeinträchtigung von Lieferketten oder Ertragseinbußen durch Änderungen des Konsumverhaltens kommt.

Für den Nachweis hat das BMF Textbausteine zur Verfügung gestellt (auch bei den Anträgen in FinanzOnline), die unbürokratisch verwendet werden können. Sämtliche Anträge, die die folgenden Maßnahmen betreffen, werden vom Finanzamt vorrangig bearbeitet.

Einkommen- oder Körperschaftsteuervorauszahlungen

  • Antrag auf Herabsetzung von Einkommen- oder Körperschaftsteuervorauszahlungen über FinanzOnline: Es muss glaubhaft gemacht werden, dass durch eine konkrete Betroffenheit zu Ertragseinbußen kommt (Minderung der Bemessungsgrundlage).
  • Ist der Steuerpflichtige durch den Notstand liquiditätsmäßig derart betroffen, dass er die festgesetzte Vorauszahlung nicht zahlen kann, so kann er beim Finanzamt anregen die Einkommensteuer- oder Körperschafsteuervorauszahlung zu verringern oder zur Gänze nicht festzusetzen. Der Steuerpflichtige muss seinen liquiditätsmäßigen Notstand glaubhaft machen.
  • Sollten bei der Veranlagung für 2020 Nachforderungszinsen anfallen, werden diese nicht angesetzt.

Abgabeneinhebung

  • Steuerpflichtige können beantragen, dass Steuerzahlungen gestundet oder in Raten entrichtet werden. Im Antrag muss der Steuerpflichtige die konkrete Betroffenheit glaubhaft machen. Abgaben, die bereits gestundet wurden, werden aufgrund des 2. COVID-19-Steuermaßnahmengesetzes automatisch und antragslos bis 30.06.2021 gestundet.
  • Damit Stundungsanträge berücksichtigt werden, muss die Abgabe am Steuerkonto verbucht/gemeldet sein (USt über UVA gemeldet; sonstige Selbstbemessungsabgaben wie LSt/DB/DZ über die Funktion "Meldung zur Zahlung von Selbstbemessungsabgaben" unter dem FinOn-Menüpunkt "Weitere Services"). Sammel-Stundungsanträge für künftige, erst fällig werdende Abgaben werden abgewiesen.
  • Bis 30.06.2021 sind keine Stundungszinsen vorzuschreiben. Ab 01.07.2021 bis 30.06.2024 betragen die Stundungszinsen zwei Prozent über dem jeweils geltenden Basiszinssatz pro Jahr.

Ab 10.06.2021 besteht die Möglichkeit einen COVID-19-bedingten Abgabenrückstand in Raten zu entrichten. Das Rückzahlungs-Modell ist in zwei Phasen gegliedert und dauert 36 Monate.

Phase 1 des COVID-19-Ratenzahlungsmodells:

  • für Abgabenschulden vom 15.03.2020 bis 30.06.2021 zuzüglich der in Phase 1 fällig werdenden Vorauszahlungen an Einkommens- oder Körperschaftssteuer
  • Antrag ab 10.06.2021 bis 30.06.2021 vorzugsweise über FinanzOnline
  • der Ratenzahlungszeitraum endet mit 30.09.2022

Phase 2 des COVID-19-Ratenzahlungsmodells:

  • für Abgabenschulden, für die eine Ratenzahlung nach Phase 1 gewährt wurde, die aber während der Phase 1 nicht vollständig entrichtet werden konnten und Vorauszahlungen an Einkommens- oder Körperschaftssteuer, deren Zahlungstermine in Phase 2 liegen
  • in Phase 1 müssen 40% des Abgabenrückstandes termingerecht entrichtet worden sein
  • Antrag bis 31.08.2022
  • Ratenzahlungszeitraum beträgt max. 21 Monate

Für sämtliche Schriften und Amtshandlungen, die im Zusammenhang mit Hilfsmaßnahmen in der Corona-Krise stehen, gibt es eine umfassende Befreiung von Gebühren und Bundesverwaltungsabgaben.

Wenn es zu vorübergehenden Betriebsschließungen kommt, dann sollten die Registrierkassen nicht außer Betrieb genommen werden. Das Anmeldeprozedere über FinanzOnline und die Startbelegprüfung bei der Wiederinbetriebnahme könnten einen unverhältnismäßigen Aufwand darstellen.

 

10. SVS: Überbrückungsfinanzierungen für selbständige Künstlerinnen und Künstler

 

Antragsberechtigt für den nicht rückzahlbaren Zuschuss sind Personen, die Kunst und Kultur schaffen, ausüben, vermitteln oder lehren. Bei der Sozialversicherungsanstalt der Selbständigen (SVS) ist vermerkt, ob AntragstellerInnen künstlerische Tätigkeiten ausüben, des weiteren ist erfasst, ob Beitragszuschüsse des Künstler-Sozialversicherungsfonds (KVSF) bezogen werden. Eine nachträgliche Änderung der Tätigkeit ist nach Prüfung bei der SVS möglich.

Voraussetzungen:

  • Versicherung bei der SVS mit Stichtag 13.03.2020 oder "Opting in"
  • Hauptwohnsitz in Österreich
  • eine durch COVID-19 verursachte wirtschaftliche Notlage (laufende Kosten können icht mehr gedeckt werden)

Die Beihilfe beträgt für 2020 maximal EUR 10.000 und für 2021 maximal EUR 3.000 in Form einer Einmalzahlung, Leistungen aus dem Härtefallfonds der WKO werden angerechnet. Wenn im Kalenderjahr 2020 oder 2021 jeweils mehr als EUR 75.180 (Höchstbeitragsgrundlage vor Steuern) erwirtschaftet werden, muss die Behilfe zurückgezahlt werden.

Der Antrag kann bis 30.06.2021 hier gestellt werden, jedoch werden Beihilfen nur ausgezahlt bis die Mittel erschöpft sind.

Der Lockdown-Bonus - eine Sonderzahlung für vom Lockdown betroffene Künstlerinnen und Künstler in Höhe von EUR 2.000 kann bei der SVS beantragt werden. Bereits erhaltene Leistungen aus den Überbrückungsfinanzierungen oder dem Härtefallfonds werden nicht angerechnet.

 

11. Künstler-Sozialversicherungsfonds: COVID-19-Fonds

 

Der COVID-19-Fonds unterstützt Künstlerinnen und Kulturvermittlerinnen. Ab 15.01.2021 ist es möglich Anträge in der Phase 3 bis 30.06.2021 zu stellen.

Der KSVF kann KünstlerInnen und KulturvermittlerInnen in Phase 3 (Jänner bis Juni 2021) einmalig mit bis zu EUR 3.000,- unterstützen, wenn sie

  • weder den Härtefall-Fonds der WKO
  • noch die Überbrückungshilfe der SVS in Anspruch nehmen können und
  • einen 6-monatigen Hauptwohnsitz in Österreich haben
  • von einer wirtschaftlich signifikanten Bedrohung durch COVID-19 betroffen sind
  • einen Einnahmenentfall aus künstlerischer, kunstnaher oder kulturvermittelnder Tätigkeit haben
  • keinen Anspruch auf Leistungen aus Versicherung zur Abdeckung von COVID-19-Auswirkungen haben
  • für den selben Sachverhalt nicht bereits Beihilfen aus dem KSVF-Unterstützungsfonds bezogen wurden
  • die voraussichtlichen Einkünfte im Kalenderjahr 2021 EUR 30.930,90 (65-fache der ASVG-Geringfügigkeitsgrenze) nicht überschreiten.

Informationen zu zusätzlichen Fördermöglichkeiten finden Sie hier.

 

12. Non-Profit-Organisation - Unterstützungsfonds

 

Gemeinnützige Organisationen aus allen Lebensbereichten (Sozialbereich, Kultur, Sport, freiwillige Feuerwehr, gesetzlich anerkannte Religionsgemeinschaften) werden mit Zuschüssen, die nicht zurückgezahlt werden müssen, gefördert.

Voraussetzung für die Förderung ist:

  • Sitz und Tätigkeit in Österreich
  • Gründungs- oder Errichtungsdatum am oder vor dem 10.03.2020
  • wirtschaftliche Beeinträchtigung durch die Corona-Krise

Die Förderung setzt sich zusammen aus förderbare Kosten

  • Miete und Pacht
  • Wasser, Energie & Telekommunikation
  • Versicherungen & Lizenzkosten
  • Vorlaufkosten für abgesagte Veranstaltungen (wenn gesetzlich oder behördlich abgesagt)
  • Steuerberatungskosten
  • Zahlungsverpflichtungen (zB Buchhaltung, Marketing & Werbung)
  • Zinsaufwendungen
  • verderbliche oder saisonale Ware
  • Reinigungskosten
  • COVID-19 bedingte Kosten (zB Schutzausrüstung, Corona-Tests, Desinfektionsmittel, Ausrüstung für Home-Office)

und einem pauschalen Struktursicherungs-Beitrag (idR 7% der im Jahr 2019 erwirtschafteten Einnahmen, max. EUR 120.000 pro Organisation).

Ist die Summe der förderbaren Kosten und Struktursicherungs-Beitrag höher als EUR 3.000 wird höchstens der Einnahmen-Ausfall ersetzt, je Organisation max. EUR 2,4 Mio. Je Organisation muss die Summe aus förderbaren Kosten und Struktursicherungs-Beitrag mindestens EUR 500 betragen.

Für das Jahr 2020 ist keine Antragstellung mehr möglich, Anträge für 2021 können über https://antrag.npo-fonds.at gestellt werden, die Abwicklung erfolgt über die aws.

Da zahlreiche Vereine nach wie vor unter den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise leiden, wird der NPO-Unterstützungsfonds um das 1. und 2. Quartal 2021 verlängert. Geplant ist, dass Anträge für das erste Halbjahr 2021 ab 08.07.2021 bis 15.10.2021 gestellt werden können, wobei für die beiden Quartale nur ein Antrag nötig sein wird.

Zusätzliche Informationen finden Sie unter www.npo-fonds.at/faqs/ oder in der NPO-Fonds-Richtlinieverordnung.

 

13. Neustartbonus

 

Dieses Instrument (dotiert mit EUR 30 Mio) erleichtert es Unternehmen, die krisenbedingt nicht voll ausgelastet sind, neue Mitarbeiter zB in Teilzeit aufzunehmen. Das AMS stockt das Gehalt/den Lohn für Arbeitnehmer auf ca. 80 Prozent des Bezuges vor der Arbeitslosigkeit auf. Arbeitnehmerinnen oder Arbeitnehmer, die ab 15.06.2020 neu eingestellt werden, können über ihr eAMS-Konto den Neustartbonus vor Beginn des Arbeitsverhältnisses beantragen, die Auszahlung erfolgt monatlich direkt an die Beschäftigten.

Voraussetzungen:

  • die Person muss beim AMS arbeitslos gemeldet sein
  • das eingegangene Dienstverhältnis geht auf eine dem AMS gemeldete offene Stelle zurück
  • das Entgelt im neuen Dienstverhältnis liegt unter jenem vor der Arbeitslosigkeit
  • das neue Dienstverhältnis umfasst mind. 20 Wochenstunden
  • gilt für Dienstverhältnisse, die bis 30.06.2021 eingegangen werden
  • eine Wiederbeschäftigung beim selben Arbeitgeber innerhalb von drei Monaten ist nicht förderbar
  • aber: der Wechsel von einem geringfügigen in ein voll sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis ist förderbar

Ausbezahlt wird Arbeitslosengeld bzw. Notstandshilfe plus 45% minus Netto-Erwerbseinkommen inklusive Sonderzahlungen - höchsten aber EUR 950 monatlich. Die Förderung gilt solange das Arbeitsverhältnis dauert, höchstens 28 Wochen. Ausnahmen bestehen und werden individuell mit dem AMS vereinbart.

 

14. Lehrlings-Bonus

 

Unternehmen, die während der Corona-Krise Lehrlinge einstellen, werden mit einem Lehrlings-Bonus von EUR 2.000 pro Lehrling gefördert. Abgewickelt wird diese Förderung über die Lehrlingsstellen der Landes-Wirtschaftskammern.

Die Bundesregierung hat eine Erhöhung des Lehrlingsbonus angekündigt, das bedeutet für Unternehmen mit 10 bis 49 Mitarbeitern nun in Summe EUR 2.500 pro Lehrling. Für Betriebe mit bis zu 9 Mitarbeitern gibt es EUR 3.000 pro Lehrling.

Gefördert wird:

  • Jedes neue, betriebliche Lehrverhältnis mit Abschluss des Lehrvertrages zwischen 16.03.2020 und 31.10.2020. Förderungen werden auch rückwirkend ausgezahlt, das Lehrverhältnis muss spätestens am 31.12.2020 beginnen.
  • Übernahme eines Lehrlings im ersten Lehrjahr aus der ÜBA (Überbetriebliche Lehrausbildung) in ein Unternehmen bis inkl. 31.03.2021

Auszahlungsmodus:

  • Tranche 1 nach Eintragung des Lehrvertrages bei der Lehrlingsstelle
  • Tranche 2 nach Absolvierung gesetzlicher Probezeit
  • Wenn das Lehrverhältnis in der Probezeit gelöst wird, ist Tranche 1 zurückzuzahlen, um Missbrauch vorzubeugen

Der Antrag ist auf www.lehre-foerdern.at abrufbar. Der neue Lehrlings-Bonus wird zusätzlich zur bestehenden Basisförderung und sonstigen Lehrbetriebsförderungen gewährt. Auch Betriebe in Kurzarbeit können Lehrlinge einstellen und den Lehrlings-Bonus beantragen.

 

15. Corona-Familienhärtefonds

 

Das Bundesministerium für Arbeit, Familie und Jugend stellt EUR 30 Mio. aus dem Familienlastenausgleichsfonds für den Corona-Familienhärtefonds zur Verfügung. Ziel der Zuwendungen ist es, Familien mit Kindern rasch eine finanzielle Unterstützung zur Bewältigung von Mehraufwendungen bzw. Einkommensausfhällen aufgrund der Pandemiefolgen zu gewähren.

Voraussetzungen:

  • Die Familie muss ihren Hauptwohnsitz in Österreich haben
  • Mit Stichtag 28.02.2020 wird für mindestens ein im Familienverband lebendes Kind Familienbeihilfe bezogen
  • Unselbständig Erwerbstätige: ein im gemeinsamen Haushalt lebender Elternteil hat aufgrund der Corona-Krise seinen Arbeitsplatz verloren oder wurde zur Corona-Kurzarbeit angemeldet
  • Selbständig Erwerbstätige: ein im gemeinsamen Haushalt lebender Elternteil ist aufgrund der Corona-Krise in eine finanzielle Notsituation geraten und zählt zum förderfähigen Kreis natürlicher Personen aus dem Härtefallfonds
  • Das Nettoeinkommen darf bestimmte Grenzen gestaffelt nach Haushaltsgrößen nicht überschreiten

Neuerungen ab 01.01.2021 (Richtlinie):

  • Erweiterung des Personenkreises: auch Betreibende einer Land- und Forstwirtschaft sind antragsberechtigt
  • Stichtagszeitraum ausgedehnt: Zuwendung ist möglich, wenn zwar zum Stichtag 28. Februar 2020 noch keine Familienbeihilfe bezogen wurde, aber spätestens zum Zeitpunkt der Antragstellung

Der Antrag kann über ein Online-Formular bis 30.06.2021 eingereicht werden.

Die Zuwendungen werden in Form von nicht rückzahlbaren Zuschüssen gewährt. Je nach Familiengröße und -zusammensetzung wird ein Faktor errechnet. Die ermittelte Zuwendung kann höchstens EUR 1.200 pro Monat ergeben und wird für maximal drei Monate gewährt.

 

Unser Kanzlei ist für Sie geöffnet. Wir sind telefonisch und per E-Mail
von Montag bis Donnerstag von 08:30 - 17:00 Uhr und
am Freitag von 08:30 bis 14:00 für Sie da.

Bei Fragen beraten wir Sie gerne: 01/ 503 58 70 oder office@asontas.at