Corona-Hilfsfonds? Antrag für Fixkostenzuschuss stellen!

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Der Gesamtrahmen des Corona-Hilfsfonds beträgt EUR 15 Mrd. Er stellt für österreichische Unternehmen finanzielle Mittel bereit, die durch die Coronakrise schwerwiegende Liquiditätsengpässe haben.

Anspruchsberechtigt sind Unternehmen und Branchen, die durch die Reise- und Versammlungsbeschränkungen und Betretungsverbote betroffen sind, wie auch Unternehmen, die große Umsatzeinbußen erleiden mussten.

Abgewickelt wird der Fonds durch die eigens gegründete COFAG (Covid-19 Finanzierungsagentur) gemeinsam mit aws, ÖHT und OeKB, Single-Point of Contact ist die Hausbank.

Details über Fixkostenzuschüsse, die im Rahmen des Corona-Hilfsfonds ausbezahlt werden:

Es handelt es sich um einen steuerfreien Zuschuss zur Deckung der Fixkosten.

  • Fixkosten sind: Geschäftsraummieten, Versicherungsprämien, Zinsaufwendungen, Finanzierungskostenanteil der Leasingraten, Aufwendungen für sonstige vertraglich betriebsnotwendige Zahlungsverpflichtungen, die nicht das Personal betreffen, betriebliche Lizenzgebühren, Zahlungen für Strom / Gas / Telekommunikation, Personalkosten, die für die Bearbeitung von Stornierungen anfallen
  • Ersatz von verderblicher/saisonaler Ware, wenn durch Covid-Maßnahmen mind. 50% Wertverlust
  • Zuschuss für Unternehmerlohn iHv EUR 2.000 ab zweiter Tranche beantragbar

Die Zuschüsse sind gestaffelt nach dem Umsatzausfall des Unternehmens. Wenn die Fixkosten binnen 3 Monaten EUR 2.000 übersteigen, zahlt der Bund folgende Ersatzleistungen:

40 – 60% Ausfall          25% Ersatzleistung
60 – 80% Ausfall          50% Ersatzleistung
80 – 100% Ausfall        75% Ersatzleistung

Der Antrag kann ab 20.05.2020 über FinanzOnline eingebracht werden, die Auszahlung erfolgt in drei Tranchen:

  • 1. Drittel: Antrag ab 20.05.2020
  • 2. Drittel: Antrag ab 19.08.2020
  • 3. Drittel: Antrag ab 19.11.2020

Der Antrag muss eine Darstellung der tatsächlich entstandenen Fixkosten und der tatsächlich eingetretenen Umsatzausfälle enthalten - diese Angaben sind vor Einreichung vom Steuerberater/Wirtschaftsprüfer zu prüfen und zu bestätigen. Bemessungsgrundlage sind Fixkosten und Umsatzaufälle des Unternehmens ab dem 16.03.2020 bis Ende der Corona-Maßnahmen, längstens jedoch bis zum 15.09.2020.

Voraussetzungen für Anspruch der Zuschüsse:

  • Sitz und Betriebsstätte in Österreich, Fixkosten müssen aus operativer Tätigkeit in Österreich anfallen
  • Unternehmen erleidet Umsatzverlust von zumindest 40% (ab 16.03.2020 – Ende der Covid-Maßnahmen, längstens bis 15.09.2020)
  • Unternehmen war vor Coronakrise gesund
  • Erhalt der Arbeitsplätze in Österreich, keine Kündigung von mehr als 10% der Mitarbeiter im Betrachtungszeitraum, wenn Unternehmen zum 31.12.2019 mehr als 250 Mitarbeiter (VZÄ) hatte
  • Zumutbare Maßnahmen zur Fixkostenreduzierung gesetzt
  • Keine aggressive Steuerpolitik/keine Ansässigkeit in Niedrigsteuerland
  • Keine Bonuszahlungen an Vorstände/Geschäftsführer über 50% der Boni des vorangegangenen Wirtschaftsjahres
  • Finanz- und Versicherungsunternehmen sind ausgenommen

Der Fixkostenzuschuss muss nicht rückerstattet werden, reduziert aber die steuerlich abzugsfähigen Aufwendungen im betreffenden Wirtschaftsjahr. Der Zuschuss kann maximal EUR 90 Mio. betragen.

Bei Fragen beraten wir Sie gerne und unterstützen Sie bei der Einreichung Ihres Antrags.

 

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