Lockdown-Umsatzersatz II und Ausfallbonus

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Lockdown-Umsatzersatz II für vom Lockdown indirekt erheblich betroffene Unternehmen

Ab 16.02.2021 ist ein Antrag für den Lockdown Umsatzersatz II möglich, dieser gilt für November und Dezember für indirekt betroffene Unternehmen.

Voraussetzungen:

  • Unternehmen mit Sitz und Tätigkeit in Österreich
  • Mindestens 50% der Umsätze wurden unmittelbar oder im Auftrag eines Dritten mit Unternehmen erzielt, die direkt von den Schließungsverordnungen im November und Dezember 2020 betroffen waren. Unternehmen, die diesen Umsatzanteil nicht erreichen, steht der Ausfallbonus zur Verfügung.
  • In Anhang 2 der Verordnung sind alle Branchen, die den Lockdown-Umsatzersatz II beantragen können mit den jeweiligen Ersatzraten aufgelistet. Darunter fallen unter anderen Hersteller von Lebensmitteln, Großhandel, Dienstleistungsunternehmen sowie Künstler.
  • Umsatzausfall von mindestens 40% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 2019
  • Für die Ermittlung werden die Zahlen aus den Umsatzsteuervoranmeldungen herangezogen
  • Höhe des Umsatzersatzes richtet sich nach den gleichen Kriterien, die für direkt betroffene Unternehmen gegolten haben. Die Bandbreite reicht je nach betroffener Branche und Zeitraum von 12,5% bis 80% der Vergleichsumsätze 2019
  • Kein Umsatzersatz steht zu, wenn ein Insolvenzverfahren anhängig ist, oder wenn Dienstnehmer ab dem 16.02.2021 gekündigt werden
  • Folgende Beihilfen sind anzurechnen: Umsatzersatz (für direkt betroffene Unternehmen) und Fixkostenzuschuss 800.000

Der Antrag für den Lockdown-Umsatzersatz II ist bei Beträgen über EUR 5.000 nur durch einen Steuerberater bis 30.06.2021 über FinanzOnline möglich. Weitere Informationen zum Lockdown-Umsatzersatz finden Sie hier.

 

Ausfallbonus

Unternehmen, die einen monatlichen Umsatzausfall von 40% haben, können als Ergänzung zum Fixkostenzuschuss II einen Ausfallbonus beantragen. Dieser umfasst einen direkten Zuschuss wie auch einen Vorschuss zur Liquiditätssicherung für die Monate November 2020 – Juni 2021.

Details:

  • Keine Einschränkung auf bestimmte Branchen
  • Umsatzeinbruch von 40% im Kalendermonat im Vergleich zum Vorjahresmonat
  • Ersatzrate entspricht 30% des Umsatzrückganges, wovon die Hälfte als Ausfallsbonus und die andere Hälfte als Vorschuss für den Fixkostenzuschuss II ausbezahlt wird. Es kann auch nur der Ausfallsbonus beantragt werden.
  • Maximal werden EUR 60.000 pro Monat ausbezahlt
  • Antrag über FinanzOnline monatsweise ab 16. des folgenden Monats bis 15. des drittfolgenden Monats. Für Novmeber 2020, Dezember 2020 und Jänner 2021 ist ein Antrag ab 16.02.2021 bis 15.04.2021 möglich.
  • Die COFAG kann fallweise eine Bestätigung eines Steueberaters über die Höhe der Umsätze anfordern.
  • Wenn ein Vorschuss auf den Fixkostenzuschuss II beantragt wird, muss bis 31.12.2021 verpflichtend einen Antrag für den Fixkostenzuschuss II abgegeben werden.
  • Für November und Dezember 2020 ist der Ausfallbonus ausgeschlossen, wenn bereits ein Lockdown-Umsatzersatz, Lockdown-Umsatzersatz II oder eine Überbrückungsfinanzierung für selbständige Künstler beantragt wurde.

Der Antrag für den Ausfallbonus kann direkt vom Unternehmen oder durch den Steuerberater eingebracht werden. Nähere Informationen und die Verordnung finden Sie auf der Website des BMF.

 

Das Team von Asontas unterstützt Sie gerne bei Ihrem Antrag!

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